Rollin´, rollin´, rollin´ ...

Ok, das Budget ist knapp und im Proberaum ist´s so schön kuschelig – büddeschön, rollt den roten Teppich aus und räumt schon mal ein bischen auf: ich komme nämlich direkt zu euch ...

Die Technik:

Als Aufnahme-Medium dient ein PC, es können bis zu 13 Spuren gleichzeitig aufgenommen werden, der Rechner selber gibt bis zu 999 Spuren her – für Overdubs besteht also reichlich Gelegenheit :-).

Die Aufnahme:

Bei der Aufnahme die Basics (z.B. Drums, Bass, Gitarre) live in einem Rutsch einzuspielen, ist theoretisch immer möglich – in der Praxis hängt das aber von der Beschaffenheit des Raums und der Lautstärke der aufzunehmenden Instrumente ab: wenn z.B. in einem durchschnittlich grossen Proberaum zwei oder drei brüllend laute Gitarren/Bass-Amps stehen und gleichzeitig noch ein Drumkit in Grund und Boden gedroschen wird, ist das gegenseitige Übersprechen der Instrumente auf die Mikrofone fast immer viel zu stark.

Deshalb wird meistens im Overdub-Verfahren gearbeit, also die Instrumente der Reihe nach hintereinander eingespielt; bei einer typischen Rockband z.B. würde das meist folgendermassen ablaufen:

Zuerst wird das Schlagzeug mikrofoniert und aufgenommen – damit der Schlagzeuger sich im Song orientieren kann, können Bass und Gitarre parallel als Orientierung dazu spielen; hierbei würden aber noch keine Verstärker zum Einsatz kommen, Bass/Gitarre würden per DI/Verstärkersimulation abgenommen und dem Schlagzeuger auf den Kopfhörer gegeben werden (ggf. auch mit Klick-clack-clack-clack-Klick-clack-clack-clack-Klick ...).

Falls die dabei aufgenommene Bass-Spur vom Sound und vom Spielerischen her bereits passt, werden anschließend nach und nach die Gitarren (diesmal mit Verstärker und Mikrofon, like real men do it), alle anderen Instrumente und zum Schluß der Gesang aufgenommen.

Diese Vorgehensweise ist aber nicht streng dogmatisch: was der Aufnahme am besten tut, wird auch ausprobiert ...

Der Mix:

Da ich für einen guten Mix eine gute bzw. mir vertraute Abhör-Situation benötige, wird das aufgenommene Material anschließend bei mir im beschaulichen Ambiente des LivingRoom-Studios in Tübingen abgemischt – falls keiner der beteiligten Musiker beim Abmischen dabei sein kann (oder das Vertrauen in meine Mixe gross genug ist :-), kann man sich die einzelnen Stücke als Wav-Dateien passwort-geschützt von der FlyingMic-Webseite herunterladen; dank TotalRecall sind dabei aber jederzeit Änderungen und Korrekturen auch im Nachhinein möglich ...