FAQ ...

Hier eine kurze Zusammenstellung der häufigsten Fragen im Vorfeld.


Wieviele Tage muss man fürs Aufnehmen und Abmischen von „x“ Songs veranschlagen?

Pauschal lässt sich diese Frage nicht ohne weiteres beantworten – es gibt z.B. Bands, die es schaffen, in 2 Tagen 10 Songs komplett incl. Gesang aufzunehmen. Hier muß die Band aber spielerisch extrem fit und gut vorbereitet sein. Andere Bands schaffen in dieser Zeit wiederum nur 3 Stücke ...

Ebenso hängt der zeitliche Aufwand fürs Mischen davon ab, wieviel Editierung noch im Nachhinein fällig wird – wenn z.B. der Gesang noch von allzu „kreativer“ Intonation befreit oder die Drums getriggert werden müssen.


Aufnehmen im Proberaum vs. ins Studio gehen – was sind die Vor- und Nachteile?

Abgesehen von den Kosten und dem unterschiedlichen logistischen Aufwand (komplette Band fährt im Konvoi ins Studio) gibt es vor allem 2 entscheidende Faktoren:

Wie wichtig ist ein natürlich klingender Raum für die Aufnahme?

Nicht jede Band hat das Glück, in einem grossen, akustisch behandelten Raum (nein, Eierkartons an der Decke gehören definitiv nicht dazu :-), idealerweise mit hoher Decke, zu proben. Je schlechter der Eigenklang des Raumes ist, desto näher muss man mit den Mikrofonen an die Schallquellen gehen und die dadurch „ausgeblendete“ Räumlichkeit anschließend im Mix wieder per Hall-Effekte künstlich hinzufügen. In vielen Musikrichtungen gehört dies aber durchaus zum Sound-Ideal und wird in einem Studio oft nicht sehr viel anders gemacht.

Wie wichtig ist ein Live-Feeling für das Einspielen der Musiker (Rammstein vs. Freejazz)?

Manche Musik bzw. manche Bands funktionieren einfach besser, wenn die einzelnen Instrumente nicht nacheinander, sondern gemeinsam aufgenommen werden und die Musiker beim Einspielen aufeinander reagieren können – in einem mit separaten Aufnahmekabinen ausgestatteten Tonstudio können die zehnköpfige Bläsergruppe, das Muppetshow-Tier am Schlagzeug, der Bassist mit seiner 800Watt-Anlage und der „HabMichNichtLauterGemacht,Ehrlich!“ - Gitarrist problemlos zusammen jammen. In einem kleinen, eher mau klingenden Proberaum ist das gleichzeitige Aufnehmen von Drums und Bass (ohne Verstärker) in der Regel das Maximum, ohne das der Sound leidet.

Ebenfalls wichtig:

Bei einer Aufnahme vor Ort wird von mir bestimmt nicht mit Billig-Schrott gearbeitet – die breite Auswahl an Mikrofonen und sonstigem hochwertigen Equipment in einem grossen Studio kann ich aber bestimmt nicht anbieten (und selbst wenn, würde ich sie kaum spazierenfahren :-).

Wenn also z.B. beim Gesang absolut keine Kompromisse gemacht werden sollen, wäre hier das Anmieten eines entsprechenden Studios ratsam.


Was sollten wir im Vorfeld der Aufnahme tun ?

Ganz einfach – gute Vorbereitung, das heißt:

Proben,

sich mit den Arrangements auseinandersetzen (während der Aufnahme kann es manch lustige Überraschung geben, wenn man die einzelnen Instrumente womöglich zum ersten Mal richtig deutlich hört),

Proben,

sich mit seinem Instrument beschäftigen, ob dies auch von sich aus bereits den gewünschten Sound bringt,

Proben,

genügend Saiten/Drum-Felle/Plektren/Sticks/Kabel/Batterien besorgen,

Proben,

die Kabelbuchse mit dem Wackelkontakt vorher reparieren lassen,

und Proben.

Sagte ich bereits Proben ?

Und bevor ich´s vergesse: gerade, wenn die Instrumente nacheinander eingespielt werden sollen, muss man darauf vorbereitet sein; d.h. man sollte seine Parts auch ohne Gesang oder den zweiten Gitarristen spielen können ...


Welche Qualifikation besitzt überhaupt dieser „Techniker“ ?

Nun, wem die Hörbeispiele nicht reichen - 2 funktionierende Ohren, 6 Monate Tonstudio-Praktikum bei Derek von Krogh (Monrose-Produzent, Nena-Keyboarder *blingbling*), viele Jahre Erfahrung nicht nur als Techniker, sondern auch als Musiker live + im Studio ...

Dazu genügend Wahnsinn und Engagement, um trotz des grossen Studiosterbens und der Homerecording-Welle noch als Tontechniker leben zu wollen.

Außerdem reicht eine kurze Mail an eine der Bands von den Hörbeispielen, um zu erfahren, ob´s Top oder Flop war :-)


In welcher Gegend arbeitet das Flying Mic ?

Ausgangspunkt ist Tübingen (wer´s net kennt: 30 km südlich von Stuttgart im Schwoabeländle, heidanei ...) - theoretisch nehme ich (fast) jede Anfahrt in Kauf, solange man die Spritkosten zahlt; es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, das ich quer durch die Republik fahre für eine Aufnahme :-)